SCHUFA Holding AG

Hauptsitz der Holding
Kormoranweg 5, Wiesbaden – Schiersteiner Hafen

Aufgabenstellung

Ausbau eines Verwaltungsgebäudes als Neubau BT. 1 ca. 5.000 qm | BT. 2 ca. 2.500 qm

Erarbeiten eines Farb- und Materialkonzeptes und sukzessive Übertragung des Designs auf die 14 bundesweiten Standorte

Leistungsumfang

Leistungsphase 1 (Grundlagenermittlung) bis Leistungsphase 8 (Objektüberwachung)

Umsetzung

bis 2009

SCHUFA Holding AG

Hauptsitz der Holding
Kormoranweg 5, Wiesbaden – Schiersteiner Hafen

Aufgabenstellung

Ausbau eines Verwaltungsgebäudes als Neubau BT. 1 ca. 5.000 qm | BT. 2 ca. 2.500 qm

Erarbeiten eines Farb- und Materialkonzeptes und sukzessive Übertragung des Designs auf die 14 bundesweiten Standorte

Leistungsumfang

Leistungsphase 1 (Grundlagenermittlung) bis Leistungsphase 8 (Objektüberwachung)

Umsetzung

bis 2009

Konzeption

Bei der Gestaltung des Verwaltungsgebäudes konnte aufgrund der frühzeitigen Einschaltung unserer innenarchitektonischen Planung eine Gesamtkonzeption für das Gebäudeinnere entwickelt werden.

Die abgestimmte Farbigkeit in Verbindung mit der großzügigen Gestaltung zieht sich als Leitfaden durch das gesamte Gebäude und unterstreicht die klare Gliederung.

Zielsetzung

Für den Neubau als Hauptsitz der Holding am Schiersteiner Hafen in Wiesbaden bezog sich die Aufgabenstellung insbesondere auf die innenarchitektonische Planung des Gesamtgebäudes. Bei dem Gebäude handelt es sich um ein Verwaltungsgebäude mit 4 Vollgeschossen und einem Staffelgeschoss, welches über ca. 5.000 qm Nutzfläche verfügt. Das Bürogebäude wird von der Schufa Holding AG als Generalmieter genutzt. Das U-förmige Gebäude ist in der Ausrichtung dem Rhein zu geöffnet und treppt sich als gestaffelter Komplex in gleicher Richtung ab.

Das Ziel bestand darin, die Büros, die vom EG bis zum 3.Obergeschoss angeordnet sind, als offene und lichtdurchflutete Einzel- bzw. Gruppenbüros auszuführen. Hierbei ging es viel um räumliche Großzügigkeit, welche in verschiedensten Bereichen zu erkennen ist. Z. B. wurden alle bestehenden Flurwände mit einem über 50%-igen Glasanteil ausgeführt, in Verbindung mit Ganzglastüren, die mit wenigen Ausnahmen als Bürotüren ausgeführt wurden, um auch hier das Leitbild „die Transparenz“ zu erkennen.

Die Gestaltung von Kommunikationsbereichen als Ergänzung zu den Büros hat zusätzlich das großzügige Raumkonzept unterstrichen und einen Bogen geschlagen zwischen Distanz und Nähe. Der „Mut zur Farbigkeit“ hat die Gestaltung in Bezug auf Helligkeit und Transparenz weiter unterstützt.

Erläuterung

Seit Beginn des neuen Jahrtausends stellt sich die Schufa als Holding dar. Diese Entwicklung hat sich auf insgesamt 14 Standorte innerhalb Deutschlands, wie auch auf den Hauptsitz ausgewirkt.

Ziel sollte sein, dass die Standorte, wie auch der Hauptsitz der Holding sich u. a. mit einem neuen Image offen, hell und in einer freundlichen Atmosphäre darstellen. Für die einzelnen Standorte wurde speziell ein Corporate Design entwickelt, welches sukzessive auf die jeweiligen Standorte übertragen wurde.

Farbkonzept und Raumgestaltung

Für das gesamte Gebäude wurde ein durchgängiges Farbkonzept entwickelt. Es wurde vorwiegend mit Rot und Gelb, in Verbindung mit einem Orange als Akzent, gearbeitet. Die Farbigkeit beginnt mit Eintritt in das Gebäude und wird bis zum Staffelgeschoss mit den Konferenzräumen und dem Casino in unterschiedlichster Art und Weise weitergeführt.

In allen Etagen sind die Kernzonen, die die Treppenhäuser, die Fahrstühle und die Versorgungsschächte beinhalten, auch zur besseren Orientierung farblich in einem tiefdunklen Rot abgesetzt; innerhalb der Büroflure wurde als Farbakzentuierung das Orange in Verbindung mit einem Gelb verwendet. Das Gelb der Flure wurde innerhalb der offenen Teeküchen und im Bereich der Servicetheken weitergeführt bzw. aufgenommen. Bei beiden Zonen handelt es sich um Einrichtungen, die auf den jeweiligen Etagen zur Mitarbeiterkommunikation dienen.

In Verbindung mit der starken Farbigkeit wurde innerhalb der Büroflure als Gegenpol eine antrazithfarbene Schlingenware als textiler Bodenbelag ausgewählt; im Bereich der Teeküchen und dem Casino wurde die Übereinstimmung der Farbigkeit auf dem Boden anhand von Fliesen erzielt. Lediglich in den Treppenhäusern, sowie in der Eingangshalle und den Verbindungsfluren wurde die antrazithfarbene Ausführung des Bodenbelages durch einen Basaltboden umgesetzt.

In der Eingangshalle befindet sich der Empfang, zu dem ein individuell entworfener Empfangstresen, ein Backoffice als Leuchtkubus und eine Wartezone gehören. Auf dem, hinter dem Empfangstresen angeordnetem Leuchtkubus sind für das Unternehmen Schufa entscheidende Orientierungspunkte mit Folienschrift aufgebracht, die entlang der angrenzenden Wandfläche auf Glaspaneelen weitergeführt wurden. Dazu gehören Aussagen wie „Transparenz“, „Vertrauen“, „Qualität“, „Dynamik“ etc. Die Ausleuchtung dieser Bereiche erfolgt in Ergänzung zu dem Leuchtkubus mittels zweier Lichtdecken, die mit einer gesamten Einbauhöhe von ca. 7,5 cm erstmalig bei diesem Projekt eingesetzt wurden.

Im Erdgeschoss ist ergänzend eine Anlaufstelle für die Kundenberatung eingerichtet worden. Im Staffelgeschoss ist der Konferenzraumbereich, sowie das hausinterne Casino für die Mitarbeiter untergebracht. Im Casino, das zur Kunden- und Besucherbewirtung dient, wurde als Wandgestaltung eine speziell dafür entworfene Malerei eingesetzt, die das, für den Schiersteiner Hafen und den Rhein typische Schilf in stilisierter Form darstellt. Das Staffelgeschoss verfügt weiter über insgesamt drei geräumige Konferenzräume, wobei zwei Räume durch ein mobile Trennwand voneinander getrennt werden können. Den Konferenzräumen ist auf jedem Gebäudeflügel jeweils eine Terrasse vorgelagert, zur besseren Wahrnehmung der besonderen Lage des Gebäudes. Dies wird zusätzlich durch weitere Balkone auf den Etagen im Bereich der Flure und Büros bzw. dem Zugang zu dem offenen Innenhof im Erdgeschoss erreicht.

Die im Konferenzraum verwendeten Farben und Materialien bauen auf das Gesamtkonzept des Gebäudes auf. Lediglich wurde in Bezug auf die Möbel das, im Hause ansonsten für die Bürotische vorwiegend verwendete Ahorn, durch Furnier der Olivesche ersetzt. Die in den Konferenzräumen zusätzlich eingesetzten Flächenvorhänge ermöglichen eine notwendige Verdunkelung für Präsentationen, stellen aber durch flexibles Verschieben den einmaligen Rundblick vom obersten Stockwerk des Gebäudes in die umliegende Region sicher.

Auch ist von nahezu allen Büros der Blick auf den Rhein und den Schiersteiner Hafen möglich, welches zu einer deutlichen Erhöhung der Arbeitsqualität führt.

Das Ergebnis ist, dass ein, in schönster Lage am Rhein von Wiesbaden, sehr transparentes und Mitarbeiterfreundliches Gebäude geschaffen wurde.

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